Home DIN SPEC 1041 Rahmenbedingungen
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Die DIN SPEC 1041 beschreibt ein Vorgehensmodell für den Prozess des Outsourcens von ersten Überlegungen bis zur Beendigung des Outsourcingverhältnisses. Bei der Interpretation der DIN SPEC sollte von folgenden Rahmenbedigungen ausgegangen werden:

 

  • KMU-orientiert: Diese DIN SPEC soll vor allem Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) die Möglichkeit geben als Outsourcing-Geber eigene Outsourcing-Vorhaben nach einem Standardvorgehen durchführen zu können.

 

  • Sicht des Outsourcing-Gebers: Die DIN SPEC ist überwiegend aus Sicht des Outsourcing-Gebers verfasst worden.

 

  • Abstrahierende Betrachtung: Die DIN SPEC betrachtet abstrahierend Outsourcing-Gegenstände. Daher wird nicht zwischen dem Outsourcing von Informationstechnologie und dem Outsourcing von Geschäftsprozessen unterschieden. Letztendlich bezieht der Outsourcing-Geber unabhängig vom Outsourcing-Gegenstand Dienstleistungen vom Outsourcing-Nehmer.

 

  • Generische Anwendbarkeit: Es wird nicht auf Spezifika besonderer Outsourcing-Gegenstände eingegangen, damit das geschilderte Vorgehen hinreichende Allgemeingültigkeit behält.

 

  • Typische Outsourcing-Szenario: Das beschriebene Vorgehensmodell fokussiert auf den typischen Fall, dass ein Unternehmen bisher intern erbrachte Prozesse, Dienstleistungen und Organisationseinheiten etc. zukünftig einem externen Service-Provider übergeben möchte.  Spezifika von Fällen, die von diesem Szenario abweichen (z.B. die Errichtung eines Shared Service Center oder Insourcing) werden nicht notwendigerweise beschrieben. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass die hier beschriebenen Vorgehensweisen für abweichende Szenarien ungeeignet sind.

 

  • Idealisierter Ablauf: Das beschriebene Vorgehensmodell darf in seiner Anwendung nicht streng sequentiell verstanden werden. In der betriebswirtschaftlichen Praxis kann sich die Reihenfolge der Bearbeitung der Phasen verschieben oder Phasen können sich parallel in Bearbeitung befinden. Die dargestellte Anordnung der Phasen ist insofern lediglich eine wahrscheinliche, nicht aber zwingende Abfolge.

 

  • Spezifischer Projektkontext: Die Relevanz einzelner Schritte im Phasenmodell hängt vom individuellen Projektkontext ab. In besonderen Fällen können einzelne Schritte gänzlich irrelevant sein. Bei Anwendung dieser DIN SPEC muss eine Nichtbeachtung einzelner Schritte oder Spezifikationsdokumente jedoch auf dokumentierten validen Gründen beruhen.